Unsere Rundreise durch Japan begann mit zwei Nächten in Tokio – genauer gesagt direkt am berühmten Shibuya Crossing. Schon bei den ersten Schritten durch die Stadt hat mich Tokio überrascht. Trotz der riesigen Menschenmengen wirkt die Stadt unglaublich ruhig, organisiert und vor allem unfassbar sauber. Ich habe wirklich noch nie eine so saubere Großstadt erlebt – und das obwohl es kaum öffentliche Mülleimer gibt.

An unserem zweiten Abend ging es für uns nach Shinjuku, wo wir zum ersten Mal richtiges Wagyu probiert haben. Und ich kann wirklich sagen: Wenn man nach Japan reist, sollte man das unbedingt einmal machen. Das Fleisch war unglaublich zart und definitiv eines der kulinarischen Highlights unserer Reise.
Nach Tokio ging es für uns weiter in Richtung Mount Fuji, wo wir zwei Nächte verbracht haben. Schon die Zugfahrt dorthin war ein Erlebnis, denn unterwegs bekommt man immer wieder wunderschöne Eindrücke von der japanischen Landschaft. Besonders gefreut haben wir uns darüber, dass wir tatsächlich das Glück hatten, den Mount Fuji komplett sehen zu können – was wohl nicht immer selbstverständlich ist.
Während unserer gesamten Rundreise haben wir außerdem fleißig Stempel für unser Stempelbuch gesammelt – eine typisch japanische Erinnerung, die die Reise nochmal besonderer gemacht hat.
Vom Fuji-Gebiet aus sind wir mit dem Zug zur berühmten Chureito Pagode gefahren. Gerade zur Kirschblütenzeit war dieser Ort einfach wunderschön. Außerdem waren wir noch in der Hocho Street unterwegs und haben die Zeit rund um den Mount Fuji sehr genossen.
Die Strecke nach Osaka haben wir zunächst mit einem Überlandbus und anschließend mit dem Shinkansen zurückgelegt. Generell kann ich das Reisen mit Zug oder Shinkansen in Japan absolut empfehlen. Es ist entspannt, unkompliziert und man sieht unterwegs unglaublich viel von der Natur und den verschiedenen Regionen Japans.
In Osaka blieben wir insgesamt drei Nächte. Die Stadt hat nochmal einen ganz anderen Vibe als Tokio – etwas lauter, bunter und voller Neonlichter. Besonders gefallen haben mir Shinsekai und Dotonbori mit den vielen Restaurants, Leuchtreklamen und der
besonderen Atmosphäre am Abend. Außerdem haben wir das Osaka Castle besucht und konnten überall die wunderschön blühenden Kirschbäume bewundern.
Von Osaka aus machten wir außerdem einen Ausflug zum Daruma-Tempel – ebenfalls ein Ort, den ich sehr empfehlen kann.
Nach Osaka ging es entspannt weiter nach Kyoto. Dort haben wir zum ersten Mal einen Gepäckservice genutzt, der unsere Koffer direkt von Osaka nach Kyoto transportiert hat. Eine wirklich praktische Möglichkeit, wenn man bequem durch Japan reisen möchte.
Kyoto hat nochmal eine ganz andere Atmosphäre als Tokio oder Osaka. Die Stadt wirkt deutlich traditioneller – mit vielen kleinen Gassen, historischen Häusern und einer besonderen Ruhe. Kyoto ist außerdem bekannt für Teezeremonien und Matcha, weshalb man eine traditionelle Teezeremonie dort auf jeden Fall einmal erleben sollte.
Ein weiteres Highlight war unser Ausflug nach Arashiyama. Dort sind wir zunächst durch den berühmten Bambuswald gelaufen und anschließend mit dem Sagano Romantic Train gefahren. Danach ging es weiter zum Kimono Wald und zurück mit der traditionellen Randen-Straßenbahn.
Besonders empfehlen kann ich außerdem einen Ramen-Kochkurs. Für mich war das eine der schönsten Möglichkeiten, die japanische Kultur nicht nur zu sehen, sondern selbst zu erleben.
Nach drei Nächten in Kyoto verbrachten wir die letzten beiden Nächte unserer Rundreise erneut in Tokio – diesmal im eleganten Stadtteil Ginza. Auch dorthin ging es wieder ganz entspannt mit dem Shinkansen.
Am Abend tauchten wir dort nochmal in die JDM-Car-Scene ein und konnten einige beeindruckende Autos sehen – ein Erlebnis, das gerade für Auto-Fans definitiv spannend ist.
Unseren letzten Tag nutzten wir ganz entspannt, um Richtung Tokyo Skytree zu fahren, die Sonne zu genießen und ein letztes Mal die wunderschöne Kirschblüte zu erleben.
Mein persönliches Fazit nach dieser Reise: Tokio ist so riesig und vielseitig, dass man bei einer ersten Japanreise unmöglich alles sehen kann. Man könnte problemlos 14 Tage allein in Tokio verbringen und würde wahrscheinlich trotzdem noch längst nicht alles entdecken.
Gerade für die erste Japanreise finde ich eine Rundreise deshalb perfekt. So bekommt man einen ersten Eindruck von den verschiedenen Regionen Japans und merkt schnell, welche Orte einen besonders begeistern – und wohin man unbedingt nochmal zurückkehren möchte.
Praktisch für die Reise ist übrigens die Suica Card. Diese gibt es sowohl digital als auch als physische Karte und man kann damit ganz unkompliziert Metro und öffentliche Verkehrsmittel in den verschiedenen Städten nutzen und die Karte jederzeit wieder aufladen.
Wir selbst waren zur Kirschblütenzeit in Japan unterwegs – für mich definitiv eine der schönsten Reisezeiten. Generell eignen sich aber sowohl der Frühling als auch der Herbst besonders gut für eine Rundreise. Im Sommer kann es teilweise sehr schwül werden und im Winter wird es an einigen Orten recht kühl.
Was mich am meisten überrascht hat? Definitiv die Freundlichkeit der Menschen, die Ruhe trotz der riesigen Städte und die unglaubliche Sauberkeit im gesamten Land.
Für mich steht jedenfalls fest: Das war definitiv nicht meine letzte Reise nach Japan.






Michelle